Vom Strasserhof zum KatzenTRaum, der Kreis schließt sich!
Besucher unseres Gnadenhofs finden seit einiger Zeit an einer Wand im Innenhof ein über ein Meter großes Holzkreuz mit einer Christusfigur. Diese Figur hat eine sehr lange Geschichte, die uns nun dazu bewogen hat, dieses Holzkreuz wieder anzubringen.
Es ist nicht wirklich bekannt, aus welcher Zeit die Figur stammt. Allerdings ranken sich einige Erzählungen darum, wobei wir nicht wissen, ob es tatsächlich genau so passiert ist. Die Geschichte spielt um die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, mehr ist über den genauer Zeitpunkt nicht bekannt.Der damalige Besitzer Bruno A. ( Name geändert hatte in den Hof eingeheiratet, aus der Ehe mit Therese Katzenleitner ging auch ein Kind hervor. Er bewirtschaftete den Hof und betrieb nebenbei noch eine kleine Imkerei.
Aus Erzählungen hört man, dass ein Sohn des Bruno A. zum Militärdienst eingezogen wurde und nicht mehr wiederkehrte. Aus Gram darüber beschuldigte er den Herrgott, denn er sei Schuld an diesem Schicksalsschlag. Er verfiel einer Depression und entfernte alle im Haus befindlichen Kreuze. Dann riß er auch das sich an der Hauswand befindliche große Holzkreuz von der Wand und zerschlug es. Es gibt auch Erzählungen, dass er sogar versuchte, das Kreuz zu verbrennen. Offenbar wurde er aber davon abgehalten die Christusfigur zu zerstören, sie blieb über und wurde bei der Übernahme nach dem Kauf des Strasserhofs versteckt auf dem Dachboden gefunden!
Seither wurde sie von uns aufbewahrt, leider fand sich niemand, der ein dazu passendes Kreuz herstellen wollte. Jetzt meldete sich nun doch ein Zimmerer, der die Christusfigur wieder an ein Holzkreuz anbrachte und so bekam der Christus vom Strasserhof endlich wieder eine Heimat. Sie wurde von Tobi fachmännisch befestigt und hat nun den besten Blick auf unsere Miezen im Garten. Wir werden diesen Christus in den nächsten Wochen natürlich neu segnen lassen, schließlich soll die schlimme Geschichte des „Strasser-Christus“ endlich der Vergangenheit angehören.