Unser Katzenflüsterer Peter Wellmann

Ihr wollt mehr über die Menschen im Katzentraum erfahren? Bitte schön, hier ist unser Katzenflüsterer Peter!

Mein Name ist Peter Wellmann, Alter 79. Nach meiner Schulzeit auf der Hamburger Sternwarte, einem Jahr in Kanada und langer Reise durch die USA folgte ein Astronomie/Physikstudium an der LMU München. Als ein Pionier des Drachenfliegens flog ich von etlichen Dreitausendern, nach einer gefährlichen Notlandung unterhalb das Traithen wurde ich so zum Erstbeflieger des Berges. Als Amateurastronom entwickelte ich ein neues Verfahren zur Erstellung hoch auflösender Mondfotos. Das neue Verfahren und meine Bilder sind heute weltweit verbreitet. Nun machte ich den Pilotenschein, fertigte Navigationsrechner für Privatpiloten und für die JU 52 der Lufthansa. Speziell mit der Hubschrauber-Fliegerei eröffnete sich eine neue faszinierende Welt, hoch über den Wolken werden die Probleme des Alltags ganz klein. Im Alter wechselte ich vom "großen" Gerät in den Modellbereich, und schrieb Testberichte über Drohnen. Meine Hobbys brachten mich oft in akute Lebensgefahr (nicht nur Katzen haben acht Leben), im Alter wollte ich daher in ruhigere Fahrwasser. Als erste Aktion wurde ich Vegetarier, und spendete hinfort kaum mehr für Menschen, sondern für Tiere. So kam ich auch an den Katzentraum, und war der Faszination dieser großen Familie aus Helfern und Katzen, verteilt über alle Bereiche des alten Bauernhofs verfallen.

Seit mehreren Jahren arbeite ich nun bis zu drei Tage der Woche im KT. Anfänglich genoss ich die anstürmenden "Schmusekatzen", und übersah die zurückgezogenen, ängstlichen, kranken, unscheinbaren und teilweise aggressiven Tiere, die liebend gerne ebenfalls gestreichelt und gekrault werden wollten. Meine wichtigste Aufgabe sehe ich seitdem darin, diese so weit zu "zähmen", dass sie zutraulich werden, und im Winter ins warme Haus kommen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl wenn man eine bisher unberührte Katze nach monatelangen Bemühungen erstmals anfassen darf, absolute Reglosigkeit, fragende Blicke, was geschieht denn nun mit mir? Dieser Augenblick stellt die Weichen. Einige werden Schmusekatze, andere zumindest wunderbar zutraulich. Erste von vielen erfolgreichen "Zähmungen" war die alte Luzi, mir kommen die Tränen, wenn ich an Luzi und andere verstorbenen Lieblinge denke. Im Moment ist der scheue dreibeinige Jonas "in Arbeit", und ich kümmere mich um die arme Güc, die süße Emma, Susi, die Ataxie-Katzen Mio, Lily und Luka. Nicht zu vergessen die alten Freunde Smilla, Dino, Leni, Tessa, Schorschi, Susa, Zitzi, Trixi und Gubi. Natürlich bemühe ich mich auch um alle anderen Katzen soweit die Zeit reicht. Wenn der ehemals beißgefährliche unberührbare Schorschi auf mich zustürmt, sich mit einem riesigen Satz auf meinen Schoß katapultiert, und intensiv anfängt zu Schmusen, oder die vormals extrem scheue Tessa zu schier endlosen Schmusesitzungen Platz nimmt, ist das eine wunderbare Belohnung für die blutig gebissen Arme und zerkratzten Hände, die jährlichen 18.000 Kilometer Fahrt zum KT, sowie Spenden und Materialaufwendungen. So wünsche ich mir nichts sehnlicher als meine Tätigkeit in einem Katzentraum fortzuführen zu dürfen, in dem alle Beteiligten in friedlicher Zusammenarbeit am selben Ziel arbeiten:

Alles Mögliche für unsere viel zu vielen armen Bewohner zu tun, sie haben es sich verdient.

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