Pfotentagebuch – Juni

Da ist der Monat schon wieder vorbei – ich frage mich wirklich, wo die Zeit geblieben ist.

Der Juni begann bei mir direkt mit einer eher ungewöhnlichen „Friseursession“. Unsere Tierärztin und ich haben uns gemeinsam als improvisierte Fellstylistinnen versucht. Ramses und Schnecki mussten sich dabei leider von ein paar hartnäckigen Knoten verabschieden, die sich trotz aller Bürst-versuche hartnäckig im Langhaarfell festgesetzt hatten. Ganz nach dem Motto: Wer sich nicht kämmen lässt, wird eben kreativ geschoren. Auch wenn das nicht ganz der Lieblingsmoment der beiden war – immerhin sind die Fellnasen jetzt wieder deutlich leichter unterwegs und definitiv besser gewappnet für die heißen Tage. Bei diesen Temperaturen gilt ohnehin das Motto: Siesta statt Action. Und wenn es zwischendrin mal regnet, wird das Programm einfach nach drinnen verlegt. Man muss sich schließlich auch mal einen faulen Tag gönnen dürfen – finden zumindest unsere Miezen.

Für ordentlich Aufregung sorgte anschließend unser Neuzugang Emma. Die junge, noch unkastrierte Katzendame hat ihren Einzug sehr zeitlich passend zur Rolligkeit gelegt – man könnte fast meinen, sie wollte direkt für Stimmung sorgen. Und das hat sie auch geschafft: Die Kater standen sprichwörtlich Schlange. Besonders Tobi und Beethoven waren kaum zu bremsen. Da Emma in der Quarantäne allerdings völlig überfordert und verängstigt war, durfte sie stattdessen im Baumzimmer bei Caramela, Mathilda und Bambi einziehen – unter strengster Regel: KATERVERBOT. Mittlerweile ist die aufregende Phase überstanden, Emma hat wieder Ruhe gefunden und auch ihr Kastrationstermin steht bereits fest.

Auch auf der Baustellen-Front gab es Bewegung: Unser Anbau hat offiziell begonnen! Damit schaffen wir in Zukunft noch mehr Raum, um weiteren hilfsbedürftigen Katzen ein sicheres Zuhause schenken zu können – ein großer Schritt für uns und unsere Schützlinge.

Im medizinischen Bereich hatte unser Kimba aus dem Leukose-Bereich eine intensive Zeit: Eine dreitägige Infusionstherapie stand an, die ich dank unserer neu ausgebauten Praxis inzwischen direkt bei uns vor Ort durchführen kann. Für Kimba, der leider nicht mehr der Jüngste ist und zusätzlich mit Leukose, chronischen Katzenschnupfenkomplex und einer Nierenerkrankung lebt, war diese Behandlung sehr wohltuend und wichtig.

Auch unsere neue Inhalationsbox kam dabei erstmals richtig zum Einsatz – und sie wird bereits jetzt heiß geliebt. Die schnupfengeplagten Katzen stellen sich quasi freiwillig an, um ihre „Wellnesszeit“ zu genießen, und nicht selten wird dabei sogar friedlich eingeschlafen. Ein ganz herzliches Dankeschön noch einmal für diese Spende – sie hilft unseren Atemwegs-Patienten wirklich sehr.

Und dann gab es noch ein paar kleinere medizinische Baustellen: Fury hat sich nach langer Zeit von seinen letzten verbliebenen, entzündeten Zähnen verabschiedet und wurde im gleichen Zuge einmal gründlich durchgecheckt. Und was soll man sagen – für sein Alter ist der scheue Kerl gut beieinander.

Zu guter Letzt gibt es auch bei Linus gute Nachrichten: Die Halbzeit seiner FIP-Therapie ist erreicht, und seine aktuellen Blutwerte entwickeln sich sehr positiv. Ein schöner Lichtblick und ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Bis zum nächsten mal, Paula 🐾

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