Neues von Molly und Rüdiger
Neues von Molly und Rüdiger
Auch in diesem Monat wollen wir wieder aus einer Pflegestelle berichten. Dabei geht es diesmal um Molly und Rüdiger, die vor einigen Monaten umgezogen sind. Doch zuerst ein kurzer Rückblick:
Rüdiger lebte als Streuner, als seine Futterstelle nicht mehr gewollt war und aufgelöst wurde, zog der jetzt etwa achtjährige Kater im Februar 2023 bei uns ein. Begleitet von Romina lebte er in unserem Bereich für sehr scheue Katzen. Rüdiger und Romina waren ein Herz und eine Seele und waren nur gemeinsam in einer Holzkiste zu finden. Doch eines nachts geschah das undenkbare! Rüdiger zog in unser Haupthaus und war am Morgen im 1. Stock mitten in einer Kater WG zu finden! Warum konnte nicht geklärt werden, Romina war‘s anscheinend egal und Rüdiger war später auch oft im Garten zu finden. Trotzdem blieb er eher ein Einzelgänger, der sich seine Kontakte genau aussuchte.
Molly, geboren 2008, lebte zeitlebens bei einer älteren Dame die sie auch mit viel Liebe verwöhnte. Doch vor etwa zwei Jahren verstarb ihr Frauchen und Molly war nun heimatlos. Ein Ehepaar aus der Nachbarschaft erbarmte sich dann der herrenlosen Mieze, Molly wurde versorgt und hatte wieder eine Heimat. Leider war das Glück aber endlich, eine immer schlimmer werdende Katzenallergie führte schließlich dazu, dass Molly im April 2026 bei uns einziehen durfte. Aber natürlich fehlte der gut gebauchten, sorry, es muss natürlich gebauten Molly die Liebe ihrer früheren Besitzerin.
Als sich dann die Gelegenheit bot, dass Rüdiger bei einer von ihm wohlgelittenen Tierfreundin einziehen konnte, durfte auch Molly in ein neues Zuhause ziehen. So leben Rüdiger und Molly nun gemeinsam auf einer Pflegestelle. Und natürlich haben wir nachgefragt, wie es denn den beiden jetzt so geht. Hier der Bericht der Pflegestelle:
Nachrichten vom Pflegeplatz
Molly und Rüdiger – zwei ganz unterschiedliche Charaktere
Molly, der Name ist Programm! Sie ist sehr menschenbezogen und bleibt im Garten am liebsten in meiner Nähe. Seit sie eine Treppe zum Bett hat, gehört auch ihr nächtlicher Kontrollgang dazu: Mindestens einmal pro Nacht schaut sie nach, ob bei mir alles in Ordnung ist. Die Fürsorge ist also gesichert!
Und die zeigt sie auch bei meinem Essen – so muss vorher überprüft werden ob es wirklich für mich geeignet und nicht zufällig ein Nachschlag für sie ist 😊
Rüdiger dagegen ist zwar sichtlich zufrieden in seinem neuen Zuhause, aber er ist nach wie vor sehr scheu und Berührungen sind eher die Ausnahme – und nur erlaubt wenn er in Schmusestimmung ist. Außer es geht um’s Fressen: dann wird jede Art von Knuddeln hingenommen.
Mit Molly würde er gerne spielen, aber die ist von seinen Annäherungsversuchen wenig begeistert und fühlt sich eher gestalkt. Auch beim Futter versteht Molly keinen Spaß: Wer sich an ihrem Napf bedient, bekommt schon mal eine Watsche verpasst.
Rüdiger sitzt am liebsten im Garten und beobachtet in aller Ruhe das Leben um sich herum. Ich musste extra eine neue Katzentür für ihn einbauen lassen, weil er durch das alte Türchen wegen seiner katerlichen Fülle nicht durch gepasst hat. Inzwischen klappt aber zumindest das Nachhause Kommen problemlos.
Soweit der Bericht von der Pflegestelle🐾
Danke für die lieben Zeilen und ihr seht ja auch an den aktuellen Fotos, dass man sich um Molly und Rüdiger keine Sorgen machen muss. Es gehört auch zu unserer Philosophie, dass wir für Katzen, die mit den Gegebenheiten eines Gnadenhofs überfordert sind, eine passende Pflegestelle suchen. Auch medizinische Gründe wie eine bestimmte Ernährung können eine solche Entscheidung nötig machen.
Aber trotzdem bleiben Katzen auf Pflegeplätzen „unsere“ Miezen, wir kümmern uns auch weiter um anstehende Tierarztkosten, bzw. nötige Medikamente. Und wenn es wirklich zu größeren Problemen kommt, darf jede Pflegekatze natürlich wieder bei uns einziehen! Deshalb ist es auch wichtig, dass diese Miezen weiter von ihren Paten unterstützt werden. Vielen Dank dafür. ♥️🙏