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🐾 Paulas Pfotentagebuch – August

Der August hatte es in sich. Und zwar wortwörtlich. Zwischen Hitzewellen, medizinischen Notfällen, kleinen und großen Veränderungen und ganz besonderen Momenten war bei uns eigentlich ständig etwas los.Gerade die hohen Temperaturen haben uns in diesem Monat ordentlich auf Trab gehalten. Für unsere alten und kranken Katzen war die Hitze teilweise eine enorme Belastung. Dehydrierung, Schwäche und andere hitzebedingte Beschwerden gehörten leider zum Alltag. So wurden bei uns im Haus zahlreiche Infusionen gegeben, gleichzeitig ging es immer wieder akut zum Tierarzt oder in die Tierklinik.

Und während die Temperaturen draußen gefühlt die 40-Grad-Marke knacken wollten, hieß es für unser Team: Vollgas! Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren von morgens bis abends im Einsatz, haben Infusionen angehängt, Medikamente gegeben, Katzen beobachtet, Trinkverhalten kontrolliert, Inhalationen durchgeführt und natürlich auch die ganz normale Reinigungsarbeit und Versorgung von rund 80 Katzen gewuppt. Und das alles bei Temperaturen, bei denen man selbst eigentlich am liebsten bewegungslos vor einem Ventilator gelegen hätte. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einfach einmal ein riesiges DANKE an unser gesamtes Team sagen.Gerade in solchen Momenten merkt man, was für eine unglaubliche Arbeit hier jeden einzelnen Tag geleistet wird. Und natürlich mussten unsere Mitarbeiter auch auf sich selbst achten – denn nur wer selbst einigermaßen durchhält, kann auch so viele Tiere versorgen.

Bei all den turbulenten Tagen gab es glücklicherweise auch viele gute

Nachrichten: Die meisten unserer Katzen, die in diesem Monat in die Klinik mussten, durften wieder nach Hause kommen.Zwei Ausnahmen waren unsere geliebte Matilda und unser lieber Kimba aus dem Leukose- Bereich, beide sind leider diesen Monat über die Regenbogenbrücke gegangen.Wir werden die beiden – genauso wie all unsere anderen verstorbenen Fellnasen – unendlich vermissen!

Aber wisst ihr eigentlich, was nach dem Tod mit unseren Katzen passiert? Bei uns darf jede Katze, die über die Regenbogenbrücke geht, auf einem Tierfriedhof ihre letzte Ruhe finden. Das ist uns persönlich unglaublich wichtig. Denn nur weil ein kleines Herz irgendwann aufhört zu schlagen, endet unsere Verantwortung für dieses Tier nicht. Unsere Katzen bleiben für immer ein Teil vom Katzentraum. Und wir möchten auch nach ihrem Tod dafür sorgen, dass sie einen würdevollen Platz haben und niemals vergessen werden.

Apropos nicht vergessen: Vielleicht ist dem ein oder anderen von euch im großen Saal schon unser neues kleines Regal aufgefallen. Darauf steht ein Büchlein, in dem ihr unsere ehemaligen Miezen findet. Ihr könnt darin ihre Geschichten nachlesen, euch an sie erinnern und ihrer vielleicht einfach für einen kleinen Moment gedenken.

Kommen wir zu einem anderen Thema… BAMBI ! Vielleicht erinnert ihr euch: Letzten Monat habe ich noch völlig begeistert davon berichtet, dass die zwanzigjährige Bambi tatsächlich ihren Kletterbereich verlassen und den Boden berührt hat. Nun ja. Bambi hat sich diesen Monat offenbar gedacht: „Wenn ich schon dabei bin, kann ich auch gleich richtig loslegen.“ Nach ungefähr eineinhalb Jahren im Baumzimmer hat unsere kleine Dame kurzerhand beschlossen, dass es jetzt wohl an der Zeit wäre, den gesamten Hof zu erkunden. Und zwar nicht vorsichtig.

Nein!

Bambi ist mittlerweile überall unterwegs, behauptet sich selbstbewusst gegenüber den anderen Katzen und hat sich offenbar dazu entschieden, dass sie hier jetzt einfach die Hofälteste ist. Im Garten gefällt es ihr besonders gut, sie hat inzwischen mehrere Lieblingsplätze und sucht auch immer häufiger den Kontakt zu uns Menschen. Ich bin ehrlich gesagt immer noch ein bisschen sprachlos. Aus der Katze, die ihren sicheren Kletterbereich kaum verlassen wollte, ist plötzlich eine kleine Hof-Erkundungskönigin geworden. Und wir freuen uns einfach riesig, diese Entwicklung miterleben zu dürfen.

Das Baumzimmer hat sie dafür allerdings nicht lange leer stehen lassen. Denn dort wohnen immer noch Chelsea und Caramela. Aber die beiden haben neue Mitbewohner bekommen: Bambi raus, Leo und Zausel rein. Neuzugang Leo hat sich wunderbar eingelebt und zeigt sich dort von seiner verspielten Seite. Und als wäre das noch nicht genug Bewegung im Baumzimmer gewesen, musste kurze Zeit später auch noch Zausel dort einziehen. Zausel hatte sich nämlich ausgerechnet den heißesten Platz des gesamten Hofes ausgesucht. Und da er nun wirklich nicht mehr der Jüngste ist und bereits gesundheitlich angeschlagen war, hat ihm die Hitze überhaupt nicht gutgetan. Nach einem Ausflug in unsere Sauerstoffbox hieß es deshalb für Zausel erst einmal: Hausarrest.

Kommen wir zu unserem Linus. Bei Linus gibt es einen ganz besonderen Grund zur Freude: Seine FIP-Therapie konnte inzwischen beendet werden. Jetzt befindet er sich in der sogenannten Wartezeit. In dieser Phase heißt es für uns vor allem: beobachten, hoffen und ganz fest die Daumen drücken, dass er keinen Rückfall bekommt. Wenn alles weiterhin so gut läuft, darf Linus sich ab November offiziell FIP-Survivor nennen. Und wir hoffen wirklich von Herzen, dass er diesen Titel bekommt.

Natürlich gab es auch abseits der großen Hitze-Geschichten einiges im medizinischen Bereich. Attila musste sich einer Zahnsanierung unterziehen und hat die Behandlung gut überstanden. Unsere Hildegard hatte leider wieder mit Verstopfung zu kämpfen – ebenso wie Mr. Grey. Beide konnten erfolgreich behandelt werden und haben sich wieder gut stabilisiert. Die beiden machen bei ihren Behandlungen übrigens immer so unglaublich lieb mit. Unser Dario musste ebenfalls einen Ausflug in die Tierklinik machen. Glücklicherweise durfte auch er wieder nach Hause und wird nun weiter behandelt. Wir hoffen, dass er sich weiterhin so gut entwickelt und bald wieder ganz auf die Pfoten kommt.

Und unser lieber Nikos aus dem Leukose-Bereich musste hinsichtlich seines Diabetes neu eingestellt werden. Sein Insulin wurde entsprechend angepasst und wird nun genau überwacht.

Aber hier wird es ja nie langweilig, deshalb hatten wir diesen Monat auch mal etwas ganz neues - weder die Hygiene betreffend noch die medizinische Versorgung… Vielleicht haben einige von euch es schon auf Instagram gesehen: Wir hatten in diesem Monat besonderen Besuch auf unserem Hof. Ein Content Creator, der sich mit seinen Inhalten für Tierschutz und Tierwohl einsetzt, war bei uns zu Gast. Gemeinsam haben wir einige Videos gedreht, um noch mehr Menschen auf unsere Arbeit und vor allem auf die Geschichten unserer Tiere aufmerksam zu machen.

Für uns war das eine richtig tolle Erfahrung – und die Zusammenarbeit hat uns gezeigt, wie viel man erreichen kann, wenn Menschen ihre Reichweite für etwas Sinnvolles einsetzen. Für alle, die uns auf Instagram folgen, gab es bereits einen kleinen Einblick. Und für alle anderen gilt: Es lohnt sich, mal vorbeizuschauen.

Wenn ich auf diesen Monat zurückblicke, bleibt vor allem eines hängen: Was hier jeden Tag von unserem Team geleistet wird, ist alles andere als selbstverständlich. Denn genau das macht den Katzentraum aus: Nicht nur ein Dach über dem Kopf zu bieten, sondern jedes einzelne Tier wirklich zu sehen – an guten Tagen genauso wie an den schweren.

Und jetzt hoffen wir einfach, dass der September ein kleines bisschen weniger aufregend wird. Wobei… wir wissen ja alle: Bei 80 Katzen ist das vermutlich eher Wunschdenken. 😄 🐾

Bis zum nächsten Mal

 

                          Paula

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