Und wieder ein Streunerschicksal!

Diese Geschichte beginnt damit, dass zwei Freundinnen in diesem Herbst einen Urlaub im Norden Deutschlands planten. Es sollte eine Rundreise durch die Gegend zwischen Nord- und Ostsee sein, eine sicherlich gute Idee. Dabei besuchten sie auch die Oma einer der beiden Frauen die sie schon länger nicht mehr gesehen hatte.

Als sie am Abend zusammen saßen erzählte die Oma von einem wilden Kater, der in der Nähe herumstreunte und eine große Wunde am Hals hatte. Da beide große Tierfreundinnen waren, ließ sie die Erzählung kaum mehr schlafen und so machten sie sich am nächsten Tag auf die Suche nach dem Kater. Was sich aber garnicht als so einfach herausstellte, irgendwie schien er verschwunden zu sein. Doch am Spätnachmittag tauchte er plötzlich auf und da die beiden Tierfreundinnen vom letzten Tierarztbesuch noch eine Tragebox im Auto hatten, gelang es ihnen, den völlig geschwächten Kater in die Box zu verfrachten.

Beim Tierarztbesuch stellte sich dann heraus, dass es sich bei der Wunde um einen großen Abszess handelte, der dringend operativ entfernt werden musste. Die Operation war erfolgreich, allerdings entstanden so Tierarztkosten von über 1.000€, der größte Teil davon wurde von den Retterinnen selbst getragen. Nun versuchten die beiden Freundinnen, den Kater den sie Hugo nannten, in der Gegend zu vermitteln, leider erfolglos. Und so kam die Anfrage an uns ob wir denn nicht ein Plätzchen für den Streunerkater hätten.

Ja, und nun wohnt Hugo bei uns! Und ist natürlich nicht sehr erfreut, dass er im Quarantänezimmer sitzen muss, auch wenn er extra das größte Zimmer mit dem Blick auf die Berge beziehen durfte. Was für einen Kater von flachen Land sicher auch ein ungewöhnlicher Ausblick ist. Er zeigt sich noch sehr verängstigt, eine Erstuntersuchung durch unsere Tierärztin war nur nach vorheriger Sedierung möglich. Er möchte keinen Kontakt und es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis Hugo, der nun endlich schmerzfrei und ohne ständigen Hunger leben darf, sich an das Leben in unserem Gnadenhof gewöhnt hat.

Aller Anfang ist eben schwer und vielleicht verläuft sein zukünftiges Leben wie bei Kurti, der ebenfalls als Streuner die erste Zeit nicht zugänglich war. Und jetzt gemeinsam mit seinem Freund William ständig auf der Suche nach Streicheleinheiten ist!

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