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Flanders - ein typisches Streunerschicksal! 😢

Seit einigen Wochen lebt Kater Flanders bei uns und sein Schicksal ist leider typisch für das Leid von Hunderttausenden Streunerkatzen, die meist still und im verborgenen vor sich hinleiden und in fast allen Fällen irgendwo einen qualvollen Tod sterben.

Das wäre wohl auch das Ende von Flanders gewesen, doch der grau-getigerte Kater hatte wenigstens einmal in seinem Leben Glück. Denn der Streuner fiel im Mai einer Tierfreundin in der Nähe von Rohr auf, einem kleinen Markt in der Hallertau in Niederbayern. Er war offensichtlich in großen Nöten, völlig ausgehungert und humpelte stark. Am 30. Mai erlebte der arme Kater seinen zweiten Geburtstag, denn an diesem Tag wurde er von der Tierfreundin mittels eine Lebendfalle eingefangen und sein Leben nahm nun einen völlig neuen Lauf.

Sie brachte ihn zum Tierarzt der einige größere „Baustellen“ feststellte. Als erstes wurde der auf ein Alter von circa 10 Jahren geschätzte Kater kastriert, anschließend war eine ausgiebige Zahnsanierung notwendig. Man möchte sich kaum vorstellen, welche Schmerzen Flanders vorher erleiden musste. Dazu litt er unter einer Pfotendermatitis, bei der Blutkontrolle wurden, wie so oft bei Streunern, auch schlechte Nierenwerte festgestellt. Leider ergab sich dabei auch der Befund Fiv positiv wie auch Leukose positiv. Bei Flanders trifft also das ganze, für einen langjährigen Streuner typische Programm zu, er hätte ohne Hilfe sicher den nächsten Winter nicht überlebt!

Da es leider keine andere Möglichkeit gab, lebte Flanders eine kurze Zeit in einem Keller, hier wurde er zweimal täglich gefüttert und es war klar, dass schnellstmöglich eine andere Lösung gefunden werden musste. Und  da war natürlich der Gnadenhof KatzenTRaum gefragt und so zog der völlig verängstigte Flanders im Juli bei uns ein. Schon während der üblichen Zeit in der Quarantäne zeigte sich, dass der Kater noch ziemlich durch den Wind war und Menschen scheute. Was aber auch kein Wunder ist, denn was Flanders in den Wochen davor an Änderungen seines Katerlebens erfahren hatte,bringt selbst den stärksten Kater in psychische Nöte,

Da er ja positiv auf das Leukosevirus getestet war, stand nun der Umzug in unseren oberen Immunis-Bereich im 1. Stock an. Hier gibt es ja auch einen großen Balkon und Zugang zum abgetrennten Gartenanteil. Doch schnell war klar, dass es Probleme gab. Denn unser „Abteilungschef“, der dicke Fritzi, war mit dem neuen WG-Bewohner nicht wirklich glücklich, entsprechend kam es zu Streitigkeiten. Damit wieder Ruhe herrschte, zog Flanders also in unsere „Immuni-Villa“ im Garten um, hier klappts‘ auch mit dem Verständnis untereinander.

Also endlich Friede, Freude, … nur fast, denn noch findet Flanders Menschen durchwegs unsympathisch. Das zeigt er auch gelegentlich durch Fauchen oder, wenn man ihm schnell zu nahe kommt, auch durch einen gezielten Tatzenhieb oder er zeigt sein tadellos saniertes Gebiss. Noch ist also Vorsicht geboten, aber unser Katzenflüsterer Peter hat bereits erste Kontakte aufgenommen und wenn Flanders dann Peter‘s Hühnerbrüstchen-Würfel näher kennenlernt, bricht bestimmt auch beim alten Streuner das Eis! ♥️

Noch hat Flanders kaum Paten, wir hoffen natürlich, dass sich das schnell ändert. Ihr findet ihn auf unserer Katzengalerie auf unserer Homepage, hier ist es dann auch nicht mehr weit zum Patenantrag! 😻

Geht es euch auch so, dass beim lesen von Flanders Geschichte euer Frust über unsere Politiker und Gemeindevertreter gewaltig steigt? 😡 Wie können Menschen, die sich um das Leid der vielen Streunerkatzen nicht das geringste scheren, überhaupt noch ruhig schlafen? Wenigstens in der Tatenlosigkeit sind sich alle Parteien offensichtlich noch einig! 🤬

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