Unser Gnadenhof wächst weiter!
Wer aktuell an unserem Gnadenhof vorbeifährt, sieht auf einem Teil des Parkplatzes gerade einen Rohbau. Hier entsteht ein Zusatzgebäude, das uns eine noch bessere Pflege gerade von schwierigen oder kranken Katzen ermöglichen soll.
Wer aber jetzt glaubt, wir wüssten gerade sonst nichts mit unserem Geld anzufangen, liegt völlig verkehrt, ganz im Gegenteil. Denn dieser Bau wurde uns bereits bei der erfolgten Baugenehmigung für unseren neuen Gnadenhof zur Auflage gemocht. Denn eine der Bedingungen für die Erteilung der Erlaubnis war, dass das neue Gebäude nach der Vorlage des viele Jahrhundere bestehenden Strasserhofs entstehen musste. Nur so durfte wir das baufällige und kaum noch zu sanierende Gebäude abreißen und neu bauen.
Da wir aber unseren Kostenplan keinesfalls überschreiten wollten, stellten wir diesen Teil des Baus, hier hatte sich früher ein Lagergebäude befunden, aus finanziellen Gründen zurück. Da aber in Bayern eine Baugenehmigung nur bis zu vier Jahre gilt, war nun die Zeit gekommen, auch dieses Gebäude noch zu errichten, ansonsten wäre die erteilte Baugenehmigung erloschen.
So begannen Anfang dieses Sommers die Aushubarbeiten und vor einigen Wochen konnte mit den weiteren Arbeiten begonnen werden. Da wir aber für unsere Arbeit mit den kranken, alten und behinderten Katzen eine Lagerhalle nicht wirklich benötigten, stellten wir den Antrag auf Nutzungsänderung auf eine Station, in der vor allem unsere besonders scheuen Miezen Bedingungen vorfinden, die ihnen entgegenkommen. Auch Katzen, die sich im großen Rudel einfach nicht wohlfühlen können hier eine Heimat finden. Dazu können hier auch kranke Miezen zeitweise untergebracht werden.
Das Ganze erschien uns absolut logisch und wir dachten, dass diese Umwandlung doch kaum Schwierigkeiten bereiten würde. Das Landratsamt Rosenheim sah dies auch positiv, überwies aber zuständerweise die Erteilung der Genehmigung an den Gemeinderat der Stadt Bruckmühl. Und damit begannen dann die Probleme. Der Gemeinderat verweigerte die Zustimmung mit sehr großer Mehrheit mit der Begründung, dass es am Tag der offenen Tür immer wieder zu wildem Parken auf den umliegenden Zufahrtswegen kommen würde. Was Parken am jeweils ersten Samstag eines Monats mit der Nutzungsänderung zu tun hat, erschließt sich uns nicht wirklich, es gab dazu auch weder vom 1. Bürgermeister noch vom Gemeinderat eine nachvollziehbare Begründung.
Um Ärger zu vermeiden und um unseren guten Willen zu zeigen, mieteten wir für diesen elfmal im Jahr stattfindenden Tag der offenen Tür nun auf einer unmittelbar anschließenden Wiese Parkmöglichkeiten an. Dazu wurden entsprechende Hinweisschilder angebracht und ein ehrenamtlicher Mitarbeiter überwacht seitdem den ordnungsgemäßen Ablauf. Natürlich informierten wir auch den Bürgermeister über den nun seit drei Monaten völlig störungsfreien Ablauf und schauten so optimistisch einer weiteren Abstimmung entgegen. Das Ergebnis: 19 Gemeinderäte waren weiter gegen eine Nutzungsänderung, lediglich drei dafür ! 😢
Nun liegt es am Landratsamt Rosenheim, die Nutzungsänderung trotz des Vetos der Gemeinderäte zu erteilen, da dies ein noch schwebendes Verfahren ist, möchten wir uns hier nicht darüber äußern. Fakt ist, bei einer bestehenden Verweigerung würden weitere Arbeitsplätze verhindert, dazu würden Spendengelder nicht ihrem Sinn zugeführt werden können.
Bleibt nur die Hoffnung, dass wenigstens das Landratsamt Rosenheim tierschutzgerecht entscheidet, warum unsere Bruckmühler Gemeinderäte dies anders sehen, bleibt allein ihr Geheimnis.