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Aus der Karibik ins Mangfalltal - Nero's langer Weg!

Heute möchten wir euch Nero vorstellen, ein absolutes Sorgenkind. Geboren wurde er auf einer knapp 8.000 km Luftlinie entfernten Ferieninsel in der Karibik, der Dominikanischen Republik. Vermutlich ist er seit seiner Geburt blind und vegetierte so als herrenloser Streunerkater durch die Gassen von Santo Domingo. Hier wurde er von einer deutschen Tierschützerin die seit vielen Jahren auf der Insel lebt eingesammelt.

Da Tierschutz in der DomRep natürlich völlig anders aussieht als bei uns, versuchte sie verzweifelt eine Chance für den kleinen Kater zu finden.  Nach monatelanger Suche landete ihre Anfrage schließlich bei uns. Nach Klärung der notwendigen Formalitäten landete Nero schließlich im September 2025 im Alter von etwa eineinhalb Jahren in München und anschließend in unserem Gnadenhof. Schnell war klar, dass Nero eigentlich auf einen Pflegeplatz leben sollte und so geschah es, Nero zog bei einem großen Tierfreund ein.

Doch schon nach kurzer Zeit zeigte sich ein Problem, denn Nero entpuppte sich leider als unsauber. Nachdem ein Tierarzt hinzugezogen wurde stellte sich heraus, dass Nero noch versteckte, also im Körper liegende Hoden hatte. So kam der Verdacht auf, dass die Unsauberkeit damit begründet war. Deshalb veranlassten wir die nötige Operation mit der Hoffnung, durch die Kastration wäre das Problem erledigt. Nachdem Nero wieder in seine Pflegestelle kam, zeigte sich zuerst wirklich ein verändertes Verhalten. Doch leider blieb es nicht dabei, nach kurzer Zeit begann Nero wieder unsauber zu werden.

Man versuchte auf der Pflegestelle alles, um Nero‘s Verhalten zu ändern, im Endeffekt leider vergeblich. Da auf Dauer dies gerade in einer Wohnung mit Teppichboden eben nicht funktioniert, entschied die Pflegestelle schweren Herzens, Nero nach knapp einem Jahr wieder in unseren Gnadenhof einziehen zu lassen. Was absolut verständlich ist und wir dachten, nun müsste sich Nero eben nur noch bei uns eingewöhnen.

Doch leider trat nun ein neues Problem auf. Denn es stellte sich heraus, dass Nero bei seinen Mitbewohnern nicht gerade willkommen war. Während der ebenfalls blinde Merlin praktisch mit der ganzen Meute befreundet ist, bleibt Nero ein Außenseiter und wird immer wieder gemobbt. Was dazu führt, dass er nur unter unserer Aufsicht in das Freigelände darf, denn es kam bereits zu mehreren Raufereien, bei denen der blinde Kater natürlich den kürzeren zog. Ja, auch Katzen können unfair sein!

Aktuell sehen wir als einzige Lösung einen weiteren Versuch auf einem Pflegeplatz, wohl wissend, dass das schwierig ist. Ideal wäre ein Einzelplatz, wenn möglich mit gesichertem Balkon oder gesichertem Auslauf. Und natürlich mit dem Wissen der aktuellen Unsauberkeit und den damit verbundenen Problemen. Sicher so schwierig wie die berühmte Suche eine Nadel im Heuhaufen. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, möchten aber natürlich auch verhindern, dass der blinde Nero zu einem Wanderpokal wird, denn das hat er nicht verdient!

Alle weiteren Infos zu Nero gibt euch gerne unsere Betriebsleiterin Paula, meldet euch einfach wenn möglich per Mail unter pm@katzentraum.org oder telefonisch unter 08062/7765717 ( Anschluss ist aktuell leider immer noch gestört )

Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass es auch für Nero noch ein echtes Happy End gibt, er hätte es so sehr verdient! ♥️🐈‍⬛

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